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Partizipationsprojekt „Ein traumhaftes Wohngebiet“ startet

Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung beginnt am 4.Februar bei sonnigem Winterwetter unser Partizipationsprojekt in kooperativer Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wedemark. Zunächst gilt es zu klären, was denn hinter diesem langen Wort eigentlich steckt. PART- das heißt Teil, ein Teil der Gesellschaft, das sind wir alle und vor allem auch die Kinder der Kinderfreundlichen Kommune Wedemark.

PP Besprechung

Es soll ein neues Baugebiet entstehen und die Meinung der Kinder ist gefragt. Wie sieht ein Traumwohngebiet aus? Was brauchen Kinder, um sich draußen wohl und sicher zu fühlen. Und was ist wichtig, wenn die Kinder zu Teenagern heranwachsen. Mit einer Geländebegehung tasten wir uns an diese Fragen heran. Sechs engagierte junge Erwachsene im Alter von 17 und 18 Jahren bereichern unser Anliegen, unterstützen die Gruppe von zehn Grundschulkindern, liefern eigene Ideen und erinnern sich an die Zeit mit 13, wo ihnen “Orte” gefehlt haben.

Wir starten am Bissendorfer Jugendtreff hinter der Grundschule und überqueren in Wennebostel die Bahngleise. Zwischen Bissendorf und Wennebostel queren wir das Bauland, wo in Zukunft Häuser gebaut werden und Familien leben möchten. Bissenbostel oder Wennedorf – erste Wortschöpfungen lassen nicht lange auf sich warten. Aber wir wollen darauf achten, die Ortsgrenzen zu wahren.

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Nachdem wir die Baugebiete der 60er und 70er Jahre angeschaut haben, gelangen wir zum Güldenen Winkel. Müll auf Bänken, Hundehaufen, hässliche Wandbemalungen, fehlende Zäune an den Bahngleisen- all das fällt den Kindern sofort auf. Aber auch sehr schöne Häuser, tolle Spielflächen und gelungene Lösungen, um die Autos zum Langsamfahren anzuhalten. Und Ideen haben die Kinder, so viele, dass wir mit dem Schreiben kaum hinterherkommen. Rodelbahnen, Brücken und Tunnel, Spielwälder, Baumhäuser und Wände für “schöne Graffitis” sind nur einige von so vielen frischen Ideen. Eine Grillecke für die Jugendlichen und freies Internet, mehr Mülleimer, mehr Straßenlaternen, auch diese Wünsche stehen oben auf der Liste.

PP Graffity

Und immer wieder freuen sich die Kinder, wenn sie Luftballons an den Häusern entdecken, die signalisieren: Hier wohnt eine Familie mit Kindern oder Jugendlichen. Wir baten im Vorfeld die anwohnenden Familien, Luftballons an ihren Häusern aufzuhängen, um den Kindern zu visualisieren, wo überall Kinder und Jugendliche wohnen. Viele Familien kamen unserer Bitte nach und die Luftballons runden unsere Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes ab.

PP Luftballons

Nachdem wir nun sensibilisiert sind für unser Wohnumfeld, starten die Kinder und Jugendlichen, die Ergebnisse auf Postern zusammenzutragen, Traumhäuser zu bauen und ihre Ideen in Modellen zum Ausdruck zu bringen. Ein dreidimensionales Modell mit Häusern, Spiel- und Abenteuerflächen, pfiffigen Ideen für “Zwischenräume” und sicheren Schulwegen soll entstehen.

 

Das Kunstschulteam bedankt sich herzlich bei Frau Wienberg, die in ihrer Funktion als Leiterin des Hortes Bissendorf und Befürworterin unseres Projektes eine Kindergruppe zusammenstellte und die Kommunikation mit den Eltern übernahm.